Geschrieben am

Baby lässt sich nicht ablegen: Die 10 besten Tipps & Tricks

Dein Baby fühlt sich auf deinem Arm am wohlsten. Dort ist es ruhig, friedlich und schläft sogar ein.

Aber wehe, du willst es ablegen! Sofort beginnt es zu weinen oder zu schreien.

Selbst wenn es auf deinem Arm schon geschlafen hat und du es gaaaanz vorsichtig in sein Bettchen legst – es hilft alles nichts. Es wacht direkt oder nach wenigen Minuten wieder auf und das Theater geht von vorne los. 

Du fragst dich verzweifelt, was du falsch machst... und wann dieses ständige Herumtragen endlich aufhört.

Keine Sorge. Hier findest du Antworten auf deine Fragen sowie 10 praktische Tipps & Tricks zum Baby ablegen – egal ob tagsüber oder nachts.

Ablegen von Babys, Baby will sich nicht ablegen lassen und Mutter fühlt sich hilflos

More...

Dein Baby verstehen: Deshalb will es nicht abgelegt werden

Zunächst kann ich dich beruhigen: Dein Baby verhält sich vollkommen normal und auch du machst nichts falsch!

Ganz im Gegenteil. Rein biologisch sind wir Menschen nämlich Traglinge. Ein Baby abzulegen widerspricht seiner Natur und das hat mehrere Gründe:

  • Getragen zu werden bedeutet Sicherheit. Ein Baby ist nach der Geburt vollkommen hilflos. Wird es irgendwo abgelegt, ist es Kälte, Hunger und Feinden schutzlos ausgeliefert. Kein Wunder also, dass es Alarm schlägt, sobald du es hinlegst – das ist wie eine biologisch eingebaute Alarmanlage. 
  • Nähe und Bewegung kennt es aus der Schwangerschaft. Nach neun Monaten im Mutterleib ist dein Baby daran gewöhnt, ständig deine Wärme zu spüren, deinen Herzschlag und deine Stimme zu hören und sanft hin und her bewegt zu werden. Nach der Geburt muss es sich erst langsam an die neue Situation gewöhnen.
  • Babys sind bei der Geburt noch nicht „fertig“. Alle Babys sind im Grunde Frühgeburten. Um zur Geburt so weit entwickelt zu sein wie z.B. ein Affenbaby, müssten sie mindestens 16 Monate im Mutterleib bleiben. So lange schafft es jedoch der Stoffwechsel der Mutter nicht, den Embryo zu versorgen, wie die Anthropologin Holly Dunsworth von der University of Rhode Island herausgefunden hat. Unter diesem Gesichtspunkt ist es jedoch verständlich, dass dein Baby auch nach der Geburt den „Schwangerschaftzustand“ beibehalten möchte.

Dein Baby will dich mit seinem Verhalten also nicht ärgern. Je besser du das verstehst, desto einfühlsamer kannst du auf seine Bedürfnisse Rücksicht nehmen.

Übrigens:

In anderen Teilen der Welt (z.B. Afrika) ist es ganz selbstverständlich, dass Mütter ihre Babys tagsüber bei sich tragen und es auch nachts bei sich schlafen lassen.

Getragen zu werden ist für Babys ein normales Bedürfnis. Es gibt ihnen Schutz und Sicherheit und

hat nichts damit zu tun, dass dein Baby besonders anspruchsvoll ist.


10 Tipps und Tricks, um dein Baby abzulegen (plus Alternativen)

Ablegen von Baby, Kind will sich einfach nicht ablegen lassen

Nun kann es natürlich trotzdem sehr anstrengend sein, dein Baby die ganze Zeit zu tragen. 

Du möchtest ja auch mal in Ruhe duschen, den Haushalt erledigen, dich um die Geschwisterkinder kümmern oder Zweisamkeit mit deinem Partner / deiner Partnerin genießen.

Daher habe ich für dich praktische Tipps gesammelt, mit denen du sowohl deine Bedürfnisse als auch die deines Babys erfüllen kannst.

Achtung: 

Es geht hier nicht darum, wie dein Baby schnellstmöglich lernt, alleine zu schlafen oder herumzuliegen! Das kann es nämlich in den ersten Monaten noch gar nicht... aber dazu später mehr.

Tipp 1: Die 5-zu-8-Regel

Ablegen vom Baby von 5 Minuten auf 8 Minuten, Mutter übt schrittweise eine neue Routine ein

Beginnen wir gleich mit einer Methode, die noch relativ unbekannt ist. Sie wurde in einer japanischen Studie mit 21 Säuglingen und ihren Müttern entwickelt. 

Anhand der Herzfrequenz wurde festgestellt, dass sich weinende Babys auf dem Arm der Mutter am schnellsten beruhigen. Die Hälfte der Säuglinge war nach 5 Minuten eingeschlafen.

Sie befinden sich dann jedoch noch in der Leichtschlafphase und werden wieder wach, wenn man sie zu schnell ablegt.

Daher sollte das Baby, nachdem es auf dem Arm eingeschlafen ist, noch 8 Minuten im Sitzen gehalten und erst dann ins Bettchen gelegt werden. Dies erhöht deutlich die Chance, dass es weiterschläft.

Probiere es doch mit deinem Baby einfach mal aus. Sollte es nicht auf Anhieb klappen, kannst du auch gerne mal die Zeiten etwas variieren. Manche Babys brauchen etwas länger von der Leicht- in die Tiefschlafphase.

Tipp 2: Schlafphasen kennen

Alle Babys haben einen identischen Schlafrhythmus. Er besteht aus folgenden Schlafphasen:

  1. 1
    Die Leichtschlafphase: Hier bewegt sich dein Baby noch, die Augen zucken, es schneidet Grimassen und reagiert sehr sensibel auf jede Veränderung. In dieser Phase wacht es sofort wieder auf, wenn du es ablegst.
  2. 2
    Die Tiefschlafphase: Jetzt wird dein Baby ruhiger, entspannter und gefühlt „schwerer“. Nun lässt es sich leichter ablegen (siehe auch Tipp 4) und schläft erstmal weiter.
  3. 3
    Der Sicherheits-Check: Nach der Tiefschlafphase wird dein Baby „halbwach“ und führt eine Art Sicherheits-Check durch. Das heißt, es prüft, ob noch alle Gegebenheiten so sind wie beim Einschlafen. Ist dies nicht der Fall, wird es richtig wach und schlägt Alarm (siehe auch Tipp 5). Ist alles okay, schläft es friedlich weiter.

Auch die Länge der einzelnen Phasen ist sehr konstant, allerdings von Kind zu Kind individuell. Beobachte daher einfach mal dein Baby ein paar Tage lang beim Schlafen und notiere die Zeiten.

Wenn du den Ablauf und die Länge der Schlafphasen deines Babys kennst,

kannst du dieses Wissen gezielt nutzen.

Tipp 3: Das Schlaffenster erwischen

Ablegen vom Baby, Kind schläft in seinem Bettchen

Du kennst das sicher: Je übermüdeter dein Baby ist, desto schwerer fällt ihm das Einschlafen. 

Versuche dein Baby also möglichst schon hinzulegen, wenn es noch wach, aber bereits „dösig“ ist. Vor allem, wenn du mit ihm das Einschlafen im Bettchen üben willst (siehe Tipp 6).

Probiere dabei mal verschiedene Uhrzeiten aus. Auch Babys haben schon einen eigenen Biorhythmus und manchmal fällt das Einschlafen eine Viertelstunde eher oder später viel leichter.

Hast du ein „Schlaffenster“ gefunden, versuche dein Baby jeden Tag zu den gleichen Zeiten hinzulegen.

Zusätzlich helfen ihm kleine Rituale wie eine sanfte Massage dabei, zur Ruhe zu kommen und leichter in den Schlaf zu finden.

Tipp 4: Das schlafende Baby ablegen – aber wie?

Wenn du dein Baby in sein Bett legst, klappt das am besten über die Seite. Im Idealfall hast du es auch schon vorher auf deinem Arm leicht seitlich gedreht, sodass du seine Lage nicht groß verändern musst.

Achte darauf, dass zuerst die Füßchen die Matratze berühren. Kommt es zuerst mit Kopf oder Oberkörper auf, hat es das Gefühl zu fallen und wird leichter wach.

Dann legst du langsam Beine, Hüfte, Oberkörper und zuletzt den Kopf ab und drehst es behutsam auf den Rücken. Lass noch für ein bis zwei Minuten (oder länger, wenn es unruhig wird) eine Hand am Körper des Babys.

Löse dich dann vorsichtig und schau, ob es weiterschläft. Wird es wach, kannst du zunächst versuchen, nur eine Hand wieder aufzulegen. Beginnt es zu weinen, nimm es hoch, beruhige es und wiederhole den gesamten Einschlafprozess.

Tipp 5: Alles okay beim Sicherheits-Check

Wie bereits erwähnt, führt dein Baby nach der Tiefschlafphase einen Sicherheits-Check durch. 

Das heißt, es prüft unterbewusst, ob noch alles so ist wie beim Einschlafen: Umgebung, Liegeposition, Temperatur, Gerüche usw. Ist das nicht der Fall, wird es wach und schlägt Alarm. 

Das ist der Hauptgrund, weshalb viele Babys nie länger als 30-40 Minuten am Stück durchschlafen. Vor allem, wenn sie auf deinem Arm eingeschlafen sind und sich beim Sicherheits-Check plötzlich woanders befinden...

Mal ehrlich – es würde dich auch irritieren, wenn dich im Schlaf ständig jemand woanders hinträgt, oder? 😉

Sorge also dafür, dass dein Baby bei seinem Sicherheits-Check möglichst die gleichen Bedingungen vorfindet wie beim Einschlafen:

  1. 1
    Gleiche Umgebung: Trägst du es zum Einschlafen herum, dann mach das in dem Zimmer, in dem du es dann auch ablegst.
  2. 2
    Gleiche Atmosphäre: Achte darauf, dass sich Temperatur und Lichtverhältnisse möglichst nicht verändern (z.B. durch ein Nachtlicht).
  3. 3
    Gleicher Geruch: Leg deinem Baby ein getragenes Shirt von dir ins Bettchen, damit es deinen Geruch wahrnimmt.
  4. 4
    Gleiche Einschlafhilfe: Sollte dein Baby zum Einschlafen den Schnuller brauchen oder eine Spieluhr, wird es dies auch beim Sicherheits-Check wieder benötigen.

Das Problem ist: 

Schläft dein Baby immer nur auf deinem Arm ein, will es auch beim

Sicherheits-Check wieder getragen werden.

Wie du hier Abhilfe schaffen kannst, verrate ich dir im nächsten Tipp:

Tipp 6: Alleine einschlafen lernen? Pro & Contra

Ablegen vom Baby, Kind lernt gemeinsam mit dem Elternteil alleine zu schlafen, lesen im Bettchen eine Geschichte vor

Oft liest oder hört man den Ratschlag: „Dein Baby muss so früh wie möglich lernen, alleine einzuschlafen, sonst macht es jahrelang Theater!“

In Anbetracht des zuvor erwähnten „Sicherheits-Checks“ ist dieser Gedanke durchaus berechtigt. Allerdings widerspricht er dem natürlichen Bedürfnis deines Babys nach Nähe und Sicherheit. Also – was ist nun richtig?

Fakt ist: In den ersten 3 bis 4 Monaten KANN dein Baby noch gar nicht lernen, alleine einzuschlafen. Selbst wenn du es schreien lässt (was du bitte nie, nie tun solltest!), lernt es nichts daraus. Dazu fehlen ihm noch die kognitiven Fähigkeiten.

Vielmehr gibt es irgendwann auf und schläft erschöpft ein. Vielleicht schreit es nach und nach auch weniger, weil es merkt: „Um mich kümmert sich ja sowieso niemand.“ Damit zerstörst du jedoch sowohl sein Urvertrauen als auch die Bindung zu dir. Und das hat langfristig viel mehr Nachteile als ein Baby, das nicht alleine einschlafen kann.

Trotzdem kannst du immer wieder versuchen, dein Baby zum Einschlafen in sein Bettchen zu legen. ABER: Bleib bei ihm, halte Körperkontakt, summe oder sprich leise mit ihm. Signalisiere ihm: „Alles ist gut, ich bin bei dir.“

Und wenn du die Schlafphasen deines Babys kennst (siehe Tipp 2), kannst du tagsüber jeweils zum Ende einer Tiefschlafphase zu ihm gehen, es sanft streicheln, summen usw. Dann wird es beruhigt weiterschlafen.

Nachts macht sich das am besten, wenn dein Baby direkt neben oder in deinem Bett schläft. Hab keine Angst, dass du es damit verwöhnst. Denk dran: Es ist sein natürliches Bedürfnis, nicht alleine zu sein!

Übe das alleine Einschlafen zuerst tagsüber. Erst wenn das klappt, kannst du es

behutsam auch abends probieren. 

Tipp 7: Fast so gemütlich wie in Mamas Bauch

Du verstehst jetzt, warum sich dein Baby auf deinem Arm am wohlsten fühlt – da ist es genauso kuschelig und sicher wie vorher im Bauch.

Mit diesem Wissen kannst du es ihm auch in seinem Bettchen etwas angenehmer machen:

  • Wärme das Babybett vor. Dazu eignet sich am besten ein Kirschkernkissen. Nimm es aber heraus, wenn du dein Baby hineinlegst oder pack es an seine Füße.
  • Leg ihm ein getragenes Shirt von dir ins Bett, damit es deinen Geruch wahrnimmt. Achte darauf, dass es sich nicht darin verheddert. Alternativ kannst du auch ein Kuscheltier oder Schmusetuch ein paar Nächte mit in dein Bett nehmen und dann ins Babybett legen.
  • Ein Mützchen oder eine dünne Mullwindel sorgen für Wärme am Kopf, was Babys oft sehr angenehm finden. (Achtung! Die Mütze darf keine Bänder haben! Auch keine Knöpfe oder andere Kleinteile, die sich lösen könnten.)
  • Ein Babynest gibt deinem Kind das Gefühl, eng eingekuschelt zu sein. Das kennt es aus der Zeit in deinem Bauch und auch vom Gehaltenwerden auf dem Arm. Das Pucken hat den gleichen Effekt. 
  • Weißes Rauschen ist ein Geräusch, das die Geräuschkulisse im Mutterleib simuliert. Daher schlafen viele Babys auch besser, wenn ein Fön, ein Staubsauger oder die Waschmaschine laufen. Möchtest du weißes Rauschen ausprobieren, verwende eine CD oder MP3 anstatt es online anzuspielen, um dein Baby keiner Handystrahlung auszusetzen.

Tipp 8 – Ablegen tabu? So klappt der Alltag trotzdem

Ablegen vom Baby, Mama übt mit dem Baby in Sichtweite

Du hast schon so viel probiert, aber es hilft nichts: Dein Baby will sich partout nicht ablegen lassen.

Das kann verschiedene Ursachen haben. Vielleicht hast du ein High Need Baby oder es ist besonders sensibel und braucht daher mehr Nähe und Sicherheit als andere Neugeborene.

Wie auch immer – du solltest versuchen, dem Bedürfnis deines Babys gerecht zu werden. Aber natürlich, ohne dich dabei selbst völlig aufzuopfern

Folgende Tipps und Tricks machen euch beiden das Leben leichter:

  • Tragetücher oder Babytragen: Damit ist dein Baby immer bei dir und du hast trotzdem Bewegungsfreiheit sowie die Hände frei. Achte darauf, dass das Tuch richtig gewickelt ist bzw. die Trage die richtige Größe hat (nimm am besten eine Trageberatung in Anspruch). Beginne erst nach dem Wochenbett mit dem Tragen (bei Kaiserschnitt etc. erst nach Rücksprache mit deinem Arzt) – bis dahin kann der Papa das Tragen übernehmen. Achte darauf, dass der Kopf deines Babys gestützt ist und trage es anfangs immer mit dem Gesicht zu dir. Sobald es den Kopf alleine halten kann, kannst du es auch auf dem Rücken tragen. Für draußen gibt es sogar spezielle Tragejacken.
  • Kinderwagen, Wippe und Co.: Babys mögen neben der Nähe vor allem auch die Bewegung. Daher schlafen fast alle Säuglinge im Kinderwagen ein. Einen ähnlichen Effekt haben Wiegen (besonders spezielle Federwiegen), Wippen und Babyschaukeln. Probiere aus, worin sich dein Kind tagsüber wohlfühlt. Nutze aber Wippen und Schaukeln nicht dauerhaft, da die leicht gekrümmte Haltung nicht gut für den Rücken deines Babys ist.
  • Spielbogen: Soll dein Baby nicht schlafen, aber mal eine Weile alleine liegen (z.B. auf seiner Krabbeldecke), kannst du es mit einem Spielbogen probieren. Viele Babys sind fasziniert davon und trainieren damit das Sehen und das Greifen. Es gibt allerdings auch Babys, die schnell frustriert sind, wenn die das bunte „Gebammel“ nicht zu fassen kriegen. Räume den Spielbogen also weg, sobald dein Baby anfängt zu weinen oder zu schreien.
  • Gymnastikball: Dir tun vom vielen Herumtragen schon die Beine und der Rücken weh? Dann versuch es doch mal mit einem Gymnastikball: Setz dich mit deinem Baby im Arm darauf und wippe leicht auf und ab. Viele Babys lieben es und du kannst dich mal ausruhen oder nebenbei deine Lieblingsserie schauen.

Tipp 9: Verspannungen lösen

Beginnt dein Neugeborenes grundsätzlich zu weinen, wenn du es hinlegst?

Dann könnte es sein, dass es an Verspannungen oder Blockaden leidet. Diese treten häufig nach komplizierten Geburten (z.B. Kaiserschnitt) auf, können aber auch nach einer ganz „normalen“ Geburt vorkommen.

Hast du hier einen entsprechenden Verdacht, stelle dein Baby am besten einem Osteopathen vor. Natürlich kannst du dich auch zuerst an euren Kinderarzt oder eure Kinderärztin wenden.

Tipp 10: Dein Mindset („Don’t worry, be happy“)

Ablegen vom Baby, Elternteil übt sich mit dem Baby, liegen gemeinsam auf dem Sofa und schauen sich liebevoll an

Zu guter Letzt hilft dir auch ein positives Mindset, wenn sich dein Baby nicht ablegen lassen will.

Je mehr du dich nämlich darüber ärgerst oder ungeduldig und genervt bist, desto schlimmer wird es. Dein Baby spürt deine Stimmung und wird dann selbst auch unzufriedener, weint schneller und will noch öfter auf den Arm – ein Teufelskreis beginnt!

Hier hab ich daher noch ein paar Mindset-Tipps für dich:

  • Übe dich in Ruhe und Gelassenheit. Mach dir immer klar: Je ruhiger und entspannter du selbst bist, desto entspannter und friedlicher ist auch dein Kind.
  • Dein Baby will dich nicht ärgern. Denke immer daran: Dein Baby handelt nicht in böser Absicht. Es braucht deine Liebe, deine Nähe und deinen Schutz. Zudem versteht es noch nicht, dass es nicht in Gefahr ist, wenn du es mal für 10 Minuten hinlegst, um unter die Dusche zu springen.
  • Genieße die Nähe. Auch wenn es dich manchmal nervt – genieße die Nähe zu deinem Baby. Es wird so schnell größer und selbstständiger. Dann wirst du dir die Momente zurückwünschen, als es selig auf deinem Arm schlief.
  • Pfeif auf kluge Ratschläge. Du weißt am besten, was deinem Baby guttut und was es braucht. Hör auf deine Intuition und nicht auf Ratschläge von Nachbarn, Freunden oder Schwiegereltern.
  • Vergleiche nicht. Ja, es gibt Babys, die problemlos überall schlafen, wo man sie hinlegt. Die sind aber eher die Ausnahme. Außerdem: Was bringt es dir, dein Baby mit anderen zu vergleichen? Das frustriert dich nur, also lass es.  

Und denk immer daran: Du verwöhnst dein Baby nicht, sondern stärkst eure Bindung. Und das zahlt sich später aus!

Je mehr Zeit und Liebe du deinem Baby zukommen lässt, desto leichter hast du es später mit deinem Kind.

Mein Baby will ständig getragen werden: Wann hört das auf?

Vielleicht fragst du dich jetzt, ob du dein Baby monate- oder gar jahrelang herumtragen musst. 

Da kann ich dich zunächst beruhigen. Je weiter sich dein Kind entwickelt, desto selbstständiger wird es. Dann will es bald nur noch zum kuscheln oder trösten auf den Arm.

Allerdings ist jedes Kind individuell. Es lässt sich also nicht vorhersagen, ob sich dein Baby mit 3 Monaten problemlos ablegen lässt oder erst mit 6.

Fakt ist: 

In den ersten 3 bis 4 Monaten ist es ganz normal, wenn sich dein Baby auf deinem Arm am wohlsten fühlt.

In diesem Alter KANN es noch gar nicht lernen, alleine klarzukommen.

Je älter es wird, desto besser versteht es z.B., dass es in seinem Bettchen in Sicherheit ist. Wann genau es sich dann problemlos ablegen lässt, hängt allerdings von vielen Faktoren ab, unter anderem:

Außerdem kann es sein, dass sich dein Baby bereits entspannt ablegen ließ und sogar alleine einschlafen konnte – und plötzlich will es wieder ständig auf deinen Arm.

Solche Phasen sind ganz normal. Wenn dein Baby z.B. einen Wachstumsschub hat, wird es in der Regel wieder sehr anhänglich sein. Genauso bei Krankheit oder nach größeren Veränderungen (z.B. Umzug, einer Trennung etc.)

Auch das Zahnen sowie sogenannte Schlafregressionen – also Rückschritte im Schlafverhalten – führen dazu, dass es mit dem Ablegen wieder schwieriger wird. Aber das ist nur vorübergehend und mit den hier genannten Tipps kommt ihr entspannt durch diese Zeiten. 

Dein Baby lässt sich nicht ablegen: Zusammenfassung

Ich hoffe, dieser Artikel hat dir geholfen. Hier findest du noch einmal die wichtigsten Infos zusammengefasst:

1. Warum lässt sich mein Baby nicht ablegen?

Abgelegt zu werden bedeutet für Babys Gefahr. Wir Menschen sind von Natur aus „Traglinge“. Die Nähe der Mutter bedeutet Schutz und Versorgung.

2. Mein Baby schreit immer, wenn ich es hinlege

Lass dein Baby am besten von einem Osteopathen durchchecken. Eventuell hat es durch die Geburt Verspannungen oder Blockaden und das Liegen tut ihm weh.

3. Warum wird mein Baby wach, wenn ich es ablege?

Das Unterbewusstsein des Babys prüft ständig die Gegebenheiten und „schlägt Alarm“, wenn sich etwas ändert. Abgelegt zu werden ist für dein Baby ein Sicherheitsrisiko – es ist schutzlos und du könntest es vergessen. Daher wird es wach und schreit, um auf sich aufmerksam zu machen.

4. Wie lange sollte ich warten, bis ich mein schlafendes Baby ablege?

Warte, bis dein Baby in der Tiefschlafphase ist, bevor du es ablegst. Laut einer japanischen Studie dauert das ca. 8 Minuten. Probiere am besten aus, wenn sich dein Baby in der Tiefschlafphase befindet.

5. Welche Tricks helfen, um das schlafende Baby abzulegen?

Achte darauf, dass du die Lage des Babys nicht groß veränderst. Leg es dazu über die Seite ab. Die Füße sollten zuerst aufkommen, dann Beine, Hüfte, Oberkörper und zuletzt der Kopf. Halte noch eine Weile Körperkontakt.

Auch das Anwärmen des Bettchens kann helfen. Oder leg deinem Baby ein Shirt, Kuscheltier etc. hin, das nach dir riecht.

6. Was kann ich tun, wenn sich mein Baby nicht ablegen lässt?

Versuche zunächst zu verstehen und zu akzeptieren, dass dies ein ganz normales Verhalten deines Babys ist. Nutze Tragetücher oder Tragehilfen, um das Bedürfnis deines Babys nach Nähe und Schutz zu erfüllen. Bringe ihm behutsam bei, dass es nicht in Gefahr ist, wenn du es ablegst.

7. Mein Baby lässt sich ablegen, wird aber nach 30-40 Minuten wieder wach und schreit

Nach der Tiefschlafphase führt das Baby instinktiv einen „Sicherheits-Check“ durch. Das heißt, es überprüft, ob noch alles so ist wie beim Einschlafen. Ist dein Baby also z.B. auf deinem Arm eingeschlafen und findet sich beim Sicherheits-Check in seinem Bett wieder, wird es wach und schlägt Alarm. 

8. Baby will ständig getragen werden: Wann hört das auf?

Babys entwickeln sich sehr individuell, daher lässt sich das nicht genau sagen. In der Regel werden Babys jedoch mit ca. 4 Monaten selbstständiger und du kannst ihnen langsam beibringen, dass das Ablagen keine Gefahr bedeutet.

9. Hilfe, Rückfall: Mein Baby lässt sich plötzlich nicht mehr ablegen

Wachstumsschübe, Entwicklungsphasen, das Zahnen oder auch Krankheiten führen oft dazu, dass dein Baby wieder anhänglicher und weinerlicher ist. Das ist ganz normal und geht wieder vorbei.

10. Verwöhne ich mein Baby, wenn ich es ständig herumtrage?

Ganz klar: Nein! Getragen zu werden ist ein natürliches Bedürfnis deines Babys. Du kannst es niemals zu viel tragen oder ihm zu viel Liebe, Nähe und Geborgenheit geben.